Sensibilisierungsaktion "Festung Europa" und Asylgesetzverschärfungen

Mittwoch, Donnerstag und Freitag 21./ 22. /23.11.2012, von 17-19 Uhr. Vor und in der Kirche Offener St. Jakob am Stauffacher Zürich

An diesen 3 Abenden machten wir die PassantInnen auf 2 Themen aufmerksam: Die Verschärfungen im Asylgesetz und die vielen Flüchtlinge, die an den Grenzen Europas sterben (auf dem Mittelmeer waren es 2011 mindestens 1'500). Wichtig ist dabei der direkte Zusammenhang der neuen Gesetze mit diesen Toten. Europa sperrt sich immer mehr in einer Art Festung ein, gut bewacht von der „Frontex AG" mittels der die Flüchtlinge an den Grenzen davon abgehalten werden die „Mauer" zu überqueren. Wer es trotzdem schafft nach Europa zu gelangen, den erwarten immer restriktivere Asylgesetze. Auch die Schweiz will das Land unattraktiver machen, z.B. indem Fluchtgründe immer mehr einzuschränkt werden, wie das soeben mit der Abschaffung des Botschaftsverfahren und dem nicht mehr Anerkennen von Deserteuren als Flüchtlinge geschehen ist. Es werden immer mehr verfolgte Menschen gezwungen, ihr Land illegal zu verlassen und illegal in ein anderes einzuwandern, sie fallen dabei Schleppern in die Hände und riskieren ihr Leben. Eine restriktive Asylpolitik verhindert Migration nicht und reduziert auch nicht die 43,2 Millionen Menschen, die letztes Jahr laut dem UNHCR weltweit auf der Flucht waren.

Fotogalerie hier

Während der Strassenaktion wurde am Mittwoch (17h) und am Freitag (18h) in der Kirche Offener St. Jakob der Film „Closed Sea" von Amnesty und UNHCR gezeigt, ein Dokumentarfilm, der die Geschichte der „Kläger" und „Klägerinnen" beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Strassburg erzählt, die auf der Flucht übers Mittelmeer von der italienischen Küstenwache aufgegriffen und nach Lybien zurückgebracht wurden, wo sie ins Gefängnis kamen. Später wird auch ihr Leben in den Flüchtlingscamp der UNO in Tunesien geschildert. Der Film dauerte ca. 1 Stunde und wird am

 

Flyer zum Film           Website zum Film: http://closed-sea.blogspot.ch/

Website zur Kampagne "Festung Europa" und Petition von Amnesty International hier

Borderline-europe: Auf dieser Seite erfahrt ihr, was auf dem Mittelmeer passiert

Chansonedde "Der Kapitän" ein Chanson über einen Kapitän der Flüchtlingen half

Filmchen "Lieber Afrikaner" auf Youtube


75 Jahre Medico international Schweiz

Das Jubiläum wurde am Samstag, 17. November gefeiert. die BesucherInnen nahmen an einem Parcours teil, der sie an verschiedene Orte der Solidarität in der Stadt Zürich führte. Auch das Solinetz konnte sich vorstellen. Website medico Schweiz: www.medicointernational.ch

 

Vollversammlung des Solinetzes Zürich am 3. Oktober 2012

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Aktion gegen die Ausschaffungspraxis der Schweiz

Die AG Öffentlichkeitsarbeit hat sich eine erste Aktion ausgedacht: Aktion gegen die Ausschaffungspraxis der Schweiz.
Diese hat am Donnerstag 27. September stattgefunden. Ca. 10 Leute haben an einer Tramstation und beim Flughafen Flyer verteilt und versucht, die PassantInnen zu sensibilisieren.

Im Ausschaffungsgefängnis in Kloten werden Flüchtlinge inhaftiert, deren einziges Verbrechen darin besteht, dass sie hier in der Schweiz um Schutz und Asyl gebeten haben. Weil man sie nun wieder loshaben will, bestraft man sie mit Ausschaffungshaft von bis zu 18 Monaten.
Die lange Haft soll die Flüchtlinge mürbe machen. Wenn sie sich weigern, ausgeschafft zu werden, droht ihnen die Zwangsausschaffung:
in einem Sonderflug an einen Stuhl gefesselt (Level IV Ausschaffungen) in ihr Herkunftsland zurück. Im Frühling 2010 ist ein Mann bei einer solchen Fesselung im Flughafengefängnis gestorben.


Haben Sie sich schon einmal überlegt ...
- warum diese Menschen gezwungen waren, ihre Heimat zu verlassen und dass die Schweiz damit vielleicht auch etwas zu tun haben könnte?
- wie es Ihnen gehen würde, wären sie in Kloten eingesperrt, nur weil sie die Hoffnung hatten, anderswo ein besseres Leben zu führen?
- ob die Dutzenden Millionen von Franken pro Jahr vielleicht sinnvoller ausgegeben werden könnten?

Mehr Informationen zum Thema Zwangsausschaffung:
www.humanrights.ch
www.augenauf.ch

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Eine Woche lang Nothilfe für den Nationalrat! Aufruf zum Reality check!

Im Hinblick auf die aktuellen Parlamentsessionen und die dort debattierten Revisionen im Asylgesetz haben alle Nationalräte und Nationalrätinnen der Schweiz ein E-Mail vom Solinetz bekommen. Wir fordern sie zu einem Reality Check -sprich zum Versuch- auf, eine Woche lang von der Nothilfe zu leben.

Wir sind der Meinung, wer anderen eine so einschneidende Massnahme zumuten will, sollte fairerweise bereit sein, sie -wenigstens für kurze Zeit- am eigenen Leib zu erleben.

Wir erwarten nun die Kommentare und Erfahrungsberichte auf facebook ("Solinetz Zürich"). Wer möchte, darf den Versuch auch gerne selbst durchführen oder seine Kommentare auf facebook plazieren.

Brief an die Mitglieder des Nationalrates hier.

Mehr Infos zur Asylgesetzrevision 2012 und zum Artikel über die Nothilfe hier.

Weiter Infos auf www.asyl.ch oder auf der Seite des Parlamentes hier

 

Das Solinetz nahm am Samstag 23. Juni 2012 an der Demo "Stopp der menschenverachtenden Migrationspolitik" in Bern teil.

Die Demo fand im Rahmen des europäischen Marsches der Sans-Papiers statt, der in Brüssel begann und dann über Schengen, Luxemburg, Frankfurt bis Strassburg ging und am 22.Juni in Basel und am 23.Juni in Bern ankam. Mehr Infos zum Marsch hier

Gerade in einem Moment, in dem der Bund die Nothilfe für alle Asylsuchenden einführen und Wehrdienstverweigerer nicht mehr als Flüchtlinge akzeptieren will, ist es wichtig, dass wir ein Zeichen setzen. Die Asylpolitik wird immer unmenschlicher und fremdenfeindlicher und das dürfen wir nicht zulassen. Auch die systematische Unterdrückung und Ausbeutung von schätzungsweise über 100'000 Sans-Papiers in der Schweiz muss aufhören.
Mehr Infos zur Demo und zum Inhalt unter www.asyl.ch

 

 

Vollversammlung März 2012

Wir freuten uns über die gut besuchte Vollversammlung vom 31. März 2012. Wir wurden von Doulat, Motina und Mushtaq kulinarisch verwöhnt, danach informierten die Gruppen über die verschiedenen Projekte und wir bildeten neue Arbeitsgruppen: a) Flüchtlingssonntag und Zusammenarbeit mit den Kirchen, b) Präsenz in den Schulen, Schulbesuche, c) Kulturelle Anlässe.

 

Noch ein Foto hier

 

Kampagne "Ohne uns keine Schweiz" wurde am 17. Dezember 2011 mit einem Aktionstag abgeschlossen

Das Solinetz Zürich unterstützte die UNIA bei ihrer Aktion im Rahmen der Kampagne "Ohne uns keine Schweiz" am Samstag 17. Dezember 2011 auf der Rathausbrücke in Zürich. Die Unia wollte die Bevölkerung zur Weihnachtszeit darauf aufmerksam machen, dass es ohne die Migranten und Migrantinnen in der Schweiz keine Weihnachten gäbe. Die Schokolade würde nicht mehr produziert, die Kassen in den Läden wären nicht mehr besetzt. Es ging in der Kampagne nicht nur um Weihnachten, sondern darum, dass verschiedene Bereiche der schweizer Wirtschaft nicht mehr funktionieren würden: 69 % aller Bauarbeiter haben keinen Schweizer Pass, 60 % der Profifussballer sind nicht in der Schweiz geboren, 40 % des Pflegepersonals, nicht vergessen dürfen wir die Putzinstitute, die Schweiz wäre nicht sauber ohne all die Sans-Papiers und MirgantInnen, die unsere Toiletten, Büros und Wohnungen putzen, die Forschung würde lahmgelegt, das Gemüse würde nicht geerntet und die Schokolade nicht mehr produziert...

Mit der Kampagne wollten wir einmal mehr ein Zeichen gegen die Fremdenfeindlichkeit und den Rasssismus setzen und auf die prekäre Lebenssituation der Sans-Papiers und Flüchtlinge aufmerksam machen. Für die Aktion haben wir ein grosses Transparent mit dem Aufdruck "Solidaritätsnetz Zürich - wir solidarisieren uns mit Flüchtlingen und Sans-Papiers" und 2 Sandwichtafeln produziert, auf denen steht: "Empört euch - solidarisiert euch - engagiert euch!", Flüchtlinge und Sans-Papiers regularisieren", Schwarzarbeit geniessen - Grenzen schliessen". Mit diesen Sandwichtafeln bekleidet verteilten wir Flyers der Gewerkschaft und des Solinetzes und suchten bei eisiger Kälte mit den PassantInnen das Gespräch. Die Ararat Sprachschule leistete in Zusammenarbeit mit einer kurdischen Tanzgruppe einen tollen Beitrag: Kurdische Tänze wurden getanzt und ein Theater aufgeführt. Herzlichen Dank!

Link zur Kampagne der Unia