Kampagne "Ohne uns keine Schweiz" wurde am 17. Dezember 2011 mit einem Aktionstag abgeschlossen
Das Solinetz Zürich unterstützte die UNIA bei ihrer Aktion im Rahmen der Kampagne "Ohne uns keine Schweiz" am Samstag 17. Dezember 2011 auf der Rathausbrücke in Zürich. Die Unia wollte die Bevölkerung zur Weihnachtszeit darauf aufmerksam machen, dass es ohne die Migranten und Migrantinnen in der Schweiz keine Weihnachten gäbe. Die Schokolade würde nicht mehr produziert, die Kassen in den Läden wären nicht mehr besetzt. Es ging in der Kampagne nicht nur um Weihnachten, sondern darum, dass verschiedene Bereiche der schweizer Wirtschaft nicht mehr funktionieren würden: 69 % aller Bauarbeiter haben keinen Schweizer Pass, 60 % der Profifussballer sind nicht in der Schweiz geboren, 40 % des Pflegepersonals, nicht vergessen dürfen wir die Putzinstitute, die Schweiz wäre nicht sauber ohne all die Sans-Papiers und MirgantInnen, die unsere Toiletten, Büros und Wohnungen putzen, die Forschung würde lahmgelegt, das Gemüse würde nicht geerntet und die Schokolade nicht mehr produziert...
Mit der Kampagne wollten wir einmal mehr ein Zeichen gegen die Fremdenfeindlichkeit und den Rasssismus setzen und auf die prekäre Lebenssituation der Sans-Papiers und Flüchtlinge aufmerksam machen. Für die Aktion haben wir ein grosses Transparent mit dem Aufdruck "Solidaritätsnetz Zürich - wir solidarisieren uns mit Flüchtlingen und Sans-Papiers" und 2 Sandwichtafeln produziert, auf denen steht: "Empört euch - solidarisiert euch - engagiert euch!", Flüchtlinge und Sans-Papiers regularisieren", Schwarzarbeit geniessen - Grenzen schliessen". Mit diesen Sandwichtafeln bekleidet verteilten wir Flyers der Gewerkschaft und des Solinetzes und suchten bei eisiger Kälte mit den PassantInnen das Gespräch. Die Ararat Sprachschule leistete in Zusammenarbeit mit einer kurdischen Tanzgruppe einen tollen Beitrag: Kurdische Tänze wurden getanzt und ein Theater aufgeführt. Herzlichen Dank!